wettstein21 macht vorwärts in Sachen nachhaltiger Energieerzeugung und legt nun eine Studie vor, die belegt, dass auch in einem städtischen, bereits gebauten Quartier die Erzeugung von nachhaltiger Energie möglich ist – also Strom aus dem Quartier, fürs Quartier.

Die Studie, die vom Verein Anfang Jahr in Auftrag gegeben und von der Beratungsfirma econcept in Zürich durchgeführt wurde, sollte herausfinden, (a) wie der aktuelle Energieverbrauch im Quartier ist, (b) welches Potential für die Produktion erneuerbarer Energie im Quartier besteht und (c) welche Massnahmen zu treffen sind, um die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft in unserem Quartier zu erreichen.

Die Ergebnisse, kurz zusammengefasst, sind die folgenden:

  1. das Wettsteinquartier hängt heute (ohne Mobilität) zu über 70 Prozent von importierten fossilen Ressourcen ab, also von Erdöl und Erdgas;
  2. im Wettsteinquartier könnten – bei der Nutzung von 60 Prozent der gut und sehr gut geeigneten Flächen – ganze 85 Prozent des quartierweiten Strombedarfs oder 33 Prozent des Wärmeenergiebedarfs mit Sonnenenergie abgedeckt werden;
  3. im Wettsteinquartier lässt sich mit energetischen Sanierungsmassnahmen rund 40 bis 70 Prozent des heutigen Wärmebedarfs einsparen;
  4. und empfohlen wird der Ersatz bestehender Heizöl- und Erdgasbefeuerungen durch Wärmekraftkopplungsanlagen und durch Wärmepumpen.

Der Verein wettstein21 sieht sich durch diese Studie auf seinem Weg bestärkt, aus dem Wettsteinquartier in Basel das erste schweizerische Energiequartier zu machen. Bereits heute werden laut der Studie von econcept rund 132'800 kWh/Jahr an Elektrizität mit Photovoltaik und 318'605 kWh/Jahr an Wärme aus Solarthermie im Quartier selber erzeugt – 0,77 Prozent des Jahresendverbrauchs an Energie und deutlich mehr als im schweizerischen Durchschnitt.

Die Ergebnisse der Studie zum Download: Energieeffizienz und nachhaltige Energieproduktion im Wettstein Quartier in Basel. Schlussbericht, 31. Oktober 2013 (PDF, 1,6 MB)

Geplant sind im Quartier zur Zeit Anlagen mit einer Leistung von rund 410 kWp, die Strom für rund 140 Haushalte liefern werden; eine Anlage auf dem Dach des Warteckhofs ist im Bau.

Christoph Keller, wettstein21

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